Wasserleitung einfrieren verhindern: So schützen Sie Ihre Rohre im Winter

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Es ist Ende Oktober, die ersten kalten Nächte stehen bevor, und damit auch ein Problem, das jedes Jahr viele Haushalte trifft: Wasserleitungen, die einfrieren. Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. In einem geschlossenen Rohr entsteht dadurch Druck, und ein Rohr oder eine Verbindung kann reissen. Der eigentliche Schaden zeigt sich oft erst, wenn das Eis wieder taut und das Wasser austritt.

Die gute Nachricht: Eine Wasserleitung einfrieren zu lassen, ist meistens vermeidbar. Mit ein paar Handgriffen vor dem Winter und dem richtigen Verhalten bei Frost schützen Sie Ihre Rohre. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Leitungen besonders gefährdet sind, wie Sie vorbeugen, was Sie bei einer eingefrorenen Leitung tun und was Sie bei einem Rohrbruch sofort unternehmen sollten. Wir sind die Albin Service AG, Ihr Fachbetrieb für Rohr- und Kanalreinigung, Sanitär und Notdienst in der Ostschweiz und der Region Zürich.

Kurz gesagt: Eine Wasserleitung einfrieren lassen Sie am besten gar nicht erst. Dämmen Sie Leitungen in unbeheizten Räumen, entleeren Sie Aussenhähne und Gartenleitungen, schliessen Sie Kellerfenster und heizen Sie auch selten genutzte Räume minimal. Ist eine Leitung bereits eingefroren, öffnen Sie den Hahn und erwärmen Sie das Rohr langsam, nie mit offener Flamme. Tritt Wasser aus, drehen Sie sofort den Hauptabsperrhahn zu und rufen Sie den Notdienst unter 071 385 10 10, rund um die Uhr.

Warum Wasserleitungen im Winter einfrieren

Wasser gefriert bei null Grad. Beim Übergang zu Eis nimmt sein Volumen zu. Ist das Wasser in einem Rohr eingeschlossen, kann es nirgendwohin ausweichen, und der Druck steigt. Je nach Material und Zustand der Leitung hält das Rohr stand oder es bricht. Oft entsteht der Riss an einer Verbindung, an einem Bogen oder an einer Stelle, die schon vorher geschwächt war.

Hinzu kommt, dass Wasserleitungen nicht überall gleich verlegt sind. In modernen Gebäuden liegen die meisten Rohre im beheizten Bereich, in älteren Häusern, Anbauten und Ferienhäusern verlaufen sie oft durch kalte Zonen. Wer ein Haus übernimmt oder neu bezieht, sollte deshalb wissen, wo die Leitungen verlaufen und welche Räume nicht beheizt werden. Eine Wasserleitung einfrieren zu lassen, passiert selten überall gleichzeitig, sondern an einer einzelnen Schwachstelle.

Dass eine Leitung einfriert, hängt nicht nur von der Aussentemperatur ab. Entscheidend sind mehrere Faktoren:

  • Dauer der Kälte. Eine einzelne frostige Nacht ist meist harmlos, mehrere Tage mit Temperaturen unter null sind es nicht.
  • Lage der Leitung. Rohre in Aussenwänden, im Estrich, in der Garage oder im unbeheizten Keller kühlen schneller aus.
  • Zugluft. Ein offenes oder gekipptes Kellerfenster kann reichen, damit eine Leitung gefriert, obwohl es im Haus sonst warm ist.
  • Dämmung. Gedämmte Rohre verlieren Wärme langsamer.
  • Stillstand. Wasser, das nicht fliesst, gefriert leichter als Wasser in Bewegung.
  • Alter und Material. Ältere Leitungen und schlecht verbundene Stellen sind anfälliger.

Ein wichtiger Punkt: Eingefrorene Leitungen merken Sie oft sofort, weil kein Wasser mehr kommt. Gefährlicher ist der Schaden, den Sie nicht sehen. Ein gerissenes Rohr kann zunächst dicht bleiben, solange das Eis den Riss verschliesst, und erst beim Auftauen Wasser freigeben. Deshalb lohnt es sich, nach einer Kältephase die Leitungen zu kontrollieren. Das Wetter aktuell beobachten Sie bei MeteoSchweiz.

Diese Leitungen sind besonders gefährdet

Nicht jede Leitung im Haus ist gleich betroffen. Die folgende Übersicht zeigt, wo Sie vor dem Winter zuerst hinschauen sollten.

OrtWarum gefährdetWas Sie tun könnenMehr dazu
Aussenhahn und GartenleitungLiegt im Freien, Wasser steht in der LeitungAbsperren, Hahn öffnen, Leitung entleeren, Schlauch abnehmenAbschnitt «Gartenhahn und Aussenleitungen»
Unbeheizter Keller und WaschkücheKalte Luft, offene oder gekippte FensterFenster schliessen, Leitungen dämmen, Raum minimal temperierenAbschnitt «Rohre dämmen»
Garage, Carport, NebengebäudeKaum Heizung, ZugluftLeitungen dämmen oder absperren und entleerenAbschnitt «Gartenhahn und Aussenleitungen»
Estrich und DachraumDirekt unter dem Dach, wenig WärmeLeitungen dämmen, Dämmung prüfenAbschnitt «Rohre dämmen»
Leitungen in AussenwändenKälte dringt durch die WandSchranktüren öffnen, Raum heizen, Leitungen prüfenAbschnitt «Frost und Kältewellen»
Ferienhaus und leerstehende RäumeKein Heizbetrieb, kein WasserflussWasser absperren, Leitungen entleeren, Frostschutz an der HeizungAbschnitt «Ferienhaus»

Wasserleitung vor dem Einfrieren schützen: Schritt für Schritt

Am besten gehen Sie die Vorbereitung im Herbst an, bevor die ersten Frostnächte kommen. Mit dieser Reihenfolge decken Sie die wichtigsten Punkte ab:

  1. Aussenhähne absperren und entleeren. Schliessen Sie das Absperrventil im Hausinneren, öffnen Sie den Aussenhahn und lassen Sie das Restwasser ablaufen. Lassen Sie den Hahn danach geöffnet, damit sich kein Wasser mehr staut.
  2. Gartenschläuche abnehmen. Schläuche, Spritzen und Anschlüsse entleeren und trocken lagern. Ein angeschlossener, gefüllter Schlauch kann Wasser im Hahn halten.
  3. Gartenleitungen und Bewässerung entleeren. Wer eine feste Gartenleitung oder Bewässerung hat, entleert sie vor dem Frost.
  4. Kellerfenster, Garagentore und Lüftungsöffnungen schliessen. Zugluft ist der häufigste Auslöser in unbeheizten Räumen.
  5. Rohre in kalten Räumen dämmen. Isolierschalen aus dem Baumarkt lassen sich selbst anbringen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  6. Heizung auch in selten genutzten Räumen nicht ganz abstellen. Eine tiefe Grundtemperatur genügt oft schon, um Frost an den Leitungen zu verhindern.
  7. Undichte Fenster und Türen prüfen. Kalte Luft, die direkt auf ein Rohr trifft, kühlt es stärker aus als der Raum selbst.
  8. Wasserzähler und Hauptabsperrhahn kennen. Wissen Sie, wo beide sitzen und ob sich der Hahn leicht drehen lässt. Im Notfall zählt jede Minute.
  9. Heizung warten lassen. Eine Heizung, die im Winter ausfällt, ist eine häufige Ursache für Frostschäden. Lassen Sie sie vor der Kälte prüfen.
  10. Boiler und Warmwasser im Blick behalten. Bei Ausfall oder Abwesenheit kühlen auch Warmwasserleitungen aus. Zum Thema Warmwasser unterstützt Sie unser Boiler-Service.
Wasserrohr im Keller mit Dämmmaterial umwickeln

Auch wenn Sie lange nichts bemerkt haben: Wer jetzt vorsorgt, spart sich im Winter Aufwand und Ärger.

Rohre dämmen: Was sich lohnt

Dämmung verlangsamt den Wärmeverlust und ist die wichtigste Einzelmassnahme gegen Frost. Sie ist einfach und kostet im Verhältnis zum möglichen Schaden wenig.

Isolierschalen für Rohre

Isolierschalen oder Schläuche aus Schaumstoff werden über das Rohr gesteckt und mit Klebeband oder Kabelbindern fixiert. Sie eignen sich für gerade Rohrstücke und sind im Baumarkt in verschiedenen Durchmessern erhältlich. Wichtig ist, dass keine Lücken bleiben, besonders an Bögen, Verbindungen und Armaturen.

Wo Dämmung besonders sinnvoll ist

  • an freiliegenden Rohren im unbeheizten Keller und in der Waschküche
  • an Leitungen im Estrich und in Dachschrägen
  • an Leitungen entlang von Aussenwänden
  • an Leitungen in Garage und Nebengebäuden
  • an Wasserzähler und Armaturen, die in kalten Nischen sitzen

Was Dämmung nicht leistet

Dämmung verhindert nicht, dass eine Leitung bei langer, strenger Kälte einfriert. Sie verzögert den Effekt nur. In besonders kalten Räumen braucht es zusätzlich eine minimale Wärmequelle oder die Entleerung der Leitung. Bei Unsicherheit, welche Massnahme zu Ihrem Gebäude passt, beraten wir Sie im Bereich Sanitär.

Wasserrohr mit Dämmfolie als Schutz vor Frost

Was Sie bei Frost und Kältewellen beachten sollten

Auch gut vorbereitete Häuser kommen bei lang anhaltender Kälte an Grenzen. Diese Gewohnheiten helfen, wenn die Temperaturen unter null fallen:

  • Raum auf Grundtemperatur halten. Heizen Sie auch Räume, die Sie kaum nutzen, auf eine tiefe Temperatur, statt die Heizung ganz abzustellen.
  • Schranktüren öffnen. Liegt eine Leitung in einem Schrank an einer Aussenwand, etwa unter der Küchenspüle oder im Bad, lassen Sie die Türen offen, damit Raumwärme an das Rohr gelangt.
  • Fenster nicht kippen. Kippfenster in Keller, Treppenhaus und Waschküche führen bei Frost zu kalter Zugluft.
  • Wasser nutzen. Fliessendes Wasser gefriert schwerer als stehendes. Wer ein gefährdetes Rohr über die Nacht leicht tropfen lässt, kann das Risiko senken. Das ersetzt aber keine Dämmung und verbraucht Wasser.
  • Leitungen nach der Kälte prüfen. Kontrollieren Sie nach dem Frost sichtbare Rohre auf Feuchtigkeit, Tropfen oder Verfärbungen.
  • Heizung im Auge behalten. Fällt die Heizung bei Frost aus, handeln Sie sofort, denn die Räume kühlen schneller aus als erwartet.

Wer ein Haus mit schlecht gedämmten Leitungen bewohnt, sollte in kalten Nächten besonders aufmerksam sein. Ein kurzer Kontrollgang am Abend und am Morgen genügt oft.

Häufige Fehler: So lassen Sie Ihre Wasserleitung einfrieren

Die meisten Frostschäden entstehen nicht durch extreme Kälte, sondern durch kleine Versäumnisse. Diese Fehler sehen wir immer wieder:

  • Aussenhahn nicht entleert. Das Wasser im Hahn gefriert, und der Schaden zeigt sich erst im Frühling, wenn der Hahn wieder benutzt wird.
  • Gartenschlauch angeschlossen gelassen. Ein gefüllter Schlauch hält Wasser im Anschluss und verhindert, dass der Hahn leer laufen kann.
  • Kellerfenster gekippt. Kalte Luft zieht direkt über Rohre und Wasserzähler. Schon eine Nacht kann genügen.
  • Heizung in Nebenräumen ganz abgestellt. Wer Räume nicht heizt, kühlt auch die Leitungen darin aus.
  • Dämmung mit Lücken. Eine Isolierschale schützt nur dort, wo sie wirklich sitzt. An Bögen und Verbindungen bleibt oft eine Kältebrücke.
  • Leitungen in Schränken vergessen. Unter der Spüle an der Aussenwand wird es bei Frost schnell kalt, und die Schranktür hält die Wärme ab.
  • Auftauen mit offener Flamme. Das ist gefährlich und beschädigt Rohre und Dämmung.
  • Hauptabsperrhahn nicht gefunden. Im Ernstfall verliert man wertvolle Minuten, wenn man ihn erst suchen muss.
  • Nach der Kälte nicht kontrolliert. Ein gerissenes Rohr kann zunächst dicht bleiben und erst beim Auftauen Wasser freigeben.

Jeder dieser Punkte ist leicht zu beheben. Wer die Liste einmal durchgeht, verhindert in den meisten Fällen, dass die Wasserleitung einfrieren kann.

Wenn die Heizung ausfällt

Ein häufiger Auslöser für Frostschäden ist ein Heizungsausfall. Fällt die Heizung bei Frost aus, kühlen Räume schneller aus, als man denkt, und mit ihnen die Leitungen in Wänden, Böden und Decken. Handeln Sie deshalb früh:

  1. Ausfall melden. Informieren Sie die Verwaltung oder Ihre Heizungsfirma sofort.
  2. Wärme im Raum halten. Schliessen Sie Türen und Fenster und nutzen Sie, wenn vorhanden, zusätzliche Wärmequellen mit der nötigen Vorsicht.
  3. Gefährdete Leitungen im Blick behalten. Kontrollieren Sie Rohre an Aussenwänden, im Keller und im Estrich.
  4. Bei langer Dauer Leitungen entleeren. Ist abzusehen, dass die Heizung länger ausfällt, sollten gefährdete Leitungen entleert werden. Holen Sie sich dafür Hilfe.
  5. Warmwasser und Boiler beachten. Auch Boiler und Geräte können einfrieren, wenn der Raum auskühlt.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Leitungen gefährdet sind, rufen Sie uns an. Wir beurteilen die Lage und sagen Ihnen, was Sie tun können.

Ferienhaus, Ferien und leerstehende Räume

Besonders gefährlich ist Frost, wenn niemand im Haus ist. Eine eingefrorene oder gerissene Leitung bleibt dann lange unbemerkt, und das Wasser kann über Tage laufen. Wenn Sie im Winter verreisen oder ein Ferienhaus besitzen, planen Sie deshalb Folgendes ein:

  1. Hauptabsperrhahn schliessen, wenn Sie längere Zeit weg sind.
  2. Leitungen entleeren, besonders in Gebäuden, die nicht beheizt werden. Öffnen Sie dazu die tiefsten Wasserhähne.
  3. Heizung auf Frostschutz stellen, wenn das Gebäude nicht ganz ausgekühlt werden soll.
  4. Boiler und Geräte prüfen. Wasser im Boiler oder in Geräten kann gefrieren und Schäden verursachen.
  5. Siphons und Abläufe beachten. In leerstehenden Räumen kann das Sperrwasser in Siphons gefrieren oder verdunsten. Mehr dazu im Beitrag Verstopfte Abflüsse: So halten Sie Ihre Rohre sauber.
  6. Jemanden einweihen. Eine Nachbarin, ein Nachbar oder eine Verwaltung kann bei Frost kurz nach dem Rechten sehen.

Wer wöchentlich nicht im Haus ist, sollte wissen, wer im Notfall Zutritt hat und wo der Hauptabsperrhahn sitzt.

Woran Sie eine eingefrorene Leitung erkennen

Eine eingefrorene Leitung fällt meistens schnell auf. Typische Anzeichen sind:

  • Aus dem Hahn kommt kein Wasser oder nur ein dünner Strahl.
  • Das Wasser fliesst nur an einer Stelle nicht, andere Hähne funktionieren.
  • Ein Rohr ist mit Reif oder Eis überzogen oder fühlt sich eiskalt an.
  • Es sind Gluckern, Knacken oder Klopfgeräusche in der Leitung zu hören.
  • Die Toilettenspülung füllt sich nicht mehr.
  • Der Wasserdruck sinkt plötzlich.

Hilfreich ist eine einfache Frage: Fehlt das Wasser überall oder nur an einer Stelle? Fehlt es überall, kann die Hauptleitung oder der Hausanschluss betroffen sein. Fehlt es nur an einem Hahn, liegt die Eisstelle meistens in einer Leitung entlang einer Aussenwand oder in einem kalten Raum.

AnzeichenMögliche UrsacheErste HilfeMehr dazu
Kein Wasser an einem HahnEis in einer TeilleitungHahn öffnen, Rohr langsam erwärmenAbschnitt «Eingefrorene Leitung auftauen»
Kein Wasser im ganzen HausEis im Hausanschluss oder in der HauptleitungNicht selbst probieren, Fachperson rufenAbschnitt «Wann der Profi gefragt ist»
Rohr mit Reif überzogenStarke Auskühlung, EisbildungRaum erwärmen, Rohr beobachtenAbschnitt «Eingefrorene Leitung auftauen»
Feuchte Stelle oder TropfenRohr oder Verbindung ist gerissenHauptabsperrhahn schliessen, Notdienst rufenAbschnitt «Rohrbruch durch Frost»
Nasse Wand oder DeckeWasser tritt verdeckt ausHauptabsperrhahn schliessen, Fachperson rufenWas tun bei Rohrbruch

Eingefrorene Wasserleitung auftauen

Ist eine Leitung eingefroren, aber noch dicht, können Sie sie vorsichtig selbst auftauen. Gehen Sie langsam vor, denn zu schnelle Hitze kann Rohre und Armaturen beschädigen.

  1. Hahn öffnen. Öffnen Sie den betroffenen Wasserhahn, damit das Schmelzwasser und der Druck entweichen können.
  2. Eisstelle finden. Fahren Sie das Rohr mit der Hand ab. Die Stelle, an der es besonders kalt ist oder Reif zeigt, ist meist die Eisstelle.
  3. Von der Hahnseite her erwärmen. Beginnen Sie nahe am Hahn und arbeiten Sie sich langsam zur Eisstelle vor. So kann das Schmelzwasser abfliessen.
  4. Mit warmer Luft erwärmen. Ein Föhn auf mittlerer Stufe oder warme Tücher genügen oft. Halten Sie den Abstand und bewegen Sie das Gerät.
  5. Geduldig bleiben. Auftauen kann einige Zeit dauern. Erhöhen Sie die Hitze nicht, um es zu beschleunigen.
  6. Auf Wasser achten. Sobald das Eis schmilzt, kontrollieren Sie das Rohr auf Tropfen oder Risse. Sehen Sie Wasser austreten, schliessen Sie den Hauptabsperrhahn.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten:

  • Offene Flamme. Gasbrenner, Lötlampen und Feuerzeuge sind gefährlich. Sie beschädigen Rohre und Dämmung und können einen Brand auslösen.
  • Kochendes Wasser auf Armaturen. Der Temperaturschock kann Material beschädigen.
  • Heisse Heissluftgebläse auf höchster Stufe. Kunststoffrohre können sich verformen.
  • Gewalt am Rohr. Klopfen oder Biegen kann das Rohr beschädigen.
  • Elektrische Geräte bei Nässe. Verwenden Sie keinen Föhn, wenn Wasser austritt oder der Boden nass ist.

Bei Kunststoffrohren, versteckten Leitungen in der Wand oder wenn Sie die Eisstelle nicht finden, rufen Sie lieber eine Fachperson. Unser 24h Sanitär- und Rohrreinigungsnotdienst ist jederzeit erreichbar.

Rohrbruch durch Frost: Das tun Sie sofort

Tritt Wasser aus, zählt jede Minute. Bleiben Sie ruhig und gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Hauptabsperrhahn zudrehen. Das stoppt die Wasserzufuhr ins ganze Haus. Drehen Sie den Hahn im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag.
  2. Gefahr beachten. Gelangt Wasser an Steckdosen, Kabel oder Elektrogeräte, schalten Sie den Strom nur ab, wenn das ohne Gefahr möglich ist. Betreten Sie keinen nassen Raum, in dem Elektrogeräte unter Wasser stehen.
  3. Wasser eindämmen. Stellen Sie Eimer unter, saugen Sie Wasser auf und räumen Sie Wertgegenstände weg.
  4. Notdienst rufen. Unsere Notrufnummer ist 071 385 10 10, rund um die Uhr, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
  5. Schaden dokumentieren. Fotografieren Sie Rohr, Wasser und betroffene Räume. Das hilft später bei der Versicherung.
  6. Versicherung informieren. Melden Sie den Schaden möglichst rasch, wie es Ihre Police verlangt.

Nach dem Stoppen des Wassers geht es um die Frage, ob und wo Feuchtigkeit in Wänden oder Böden steckt. Ein unentdeckter Schaden kann später zu Schimmel führen. Mehr dazu lesen Sie in unseren Beiträgen Was tun bei Rohrbruch und Wand entfeuchten. Unsere Leckortung und die Bautrocknung helfen, Wasserschäden zu beheben.

Durch Frost gerissene Kupferrohre in Nahaufnahme

Gartenhahn, Aussenleitungen und Aussenabläufe

Alles, was im Freien liegt, friert zuerst. Das betrifft vor allem:

  • Gartenhahn: Absperrventil im Haus schliessen, Hahn öffnen und leer laufen lassen.
  • Gartenschlauch und Anschlüsse: abnehmen, entleeren, trocken lagern.
  • Bewässerung und Brunnen: nach Vorgaben des Herstellers entleeren.
  • Regenwasserleitungen und Fallrohre: bei Frost können Wasserreste im Rohr gefrieren. Prüfen Sie, dass sie frei fliessen.
  • Aussenabläufe und Hofsinkgruben: Wasser, das darin steht, kann gefrieren. Halten Sie sie von Laub und Schmutz frei, damit Schmelzwasser abfliessen kann.
  • Pool- und Gartenanschlüsse: nach der Saison trennen und entleeren.

Bei Abflüssen im Freien kommt hinzu, dass Laub und Schmutz im Herbst die Abläufe verstopfen. Verstopfte Aussenabläufe können bei Frost und Tauwetter zu Wasser an unerwünschten Stellen führen. Wie Sie Ihre Rohre insgesamt sauber halten, lesen Sie im Beitrag Verstopfte Abflüsse: So halten Sie Ihre Rohre sauber. Bei Wasser im Keller hilft unser Beitrag Rückstau im Keller.

Versicherung und Mietwohnung

Nach einem Frostschaden stellt sich schnell die Frage, wer zahlt. Das hängt vom Einzelfall ab, insbesondere von Ihrer Police und Ihrem Mietvertrag. Als Orientierung gilt:

  • Eigentum: Prüfen Sie Ihre Gebäudeversicherung und gegebenenfalls Ihre Hausratversicherung. Welche Schäden gedeckt sind und welche Obliegenheiten gelten, steht in Ihrer Police.
  • Mietwohnung: Informieren Sie sofort die Verwaltung oder die Vermieterschaft. Arbeiten Sie nicht selbst an gemeinsamen Leitungen.
  • Dokumentation: Fotos, Datum und Uhrzeit der Entdeckung sowie die Rechnung des Notdiensts erleichtern die Schadenmeldung.

Bei Fragen zu Rechten und Pflichten helfen der Mieterinnen- und Mieterverband und der HEV Schweiz weiter. Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften können uns auch direkt beauftragen.

Wann der Profi gefragt ist

Einfache Fälle lassen sich selbst beheben. In diesen Situationen sollten Sie aber eine Fachperson rufen:

  • Wasser tritt aus und lässt sich nicht stoppen
  • das Wasser fehlt im ganzen Haus oder im Hausanschluss
  • die Eisstelle liegt in der Wand, im Boden oder in einer nicht zugänglichen Leitung
  • Sie haben ein Rohr aufgetaut und es tropft danach
  • Sie sehen Feuchtigkeit an Wand oder Decke, ohne die Quelle zu finden
  • das Haus war über Frostnächte unbewohnt und Sie finden Nässe oder Pfützen

Wir klären die Ursache, stoppen das Wasser und beraten zur Behebung. Je nach Situation kommen die Leckortung, die Bautrocknung oder unser Sanitär-Service zum Einsatz.

Was kostet die Hilfe vom Profi?

Ein fester Preis lässt sich ohne Kenntnis der Situation nicht seriös nennen. Der Aufwand hängt ab von:

  • der Art des Schadens, etwa eingefrorene Leitung, Riss oder grösserer Wasserschaden
  • der Zugänglichkeit der Leitung
  • dem nötigen Verfahren, etwa Auftauen, Leitungsreparatur, Leckortung oder Trocknung
  • der Tageszeit und Dringlichkeit des Einsatzes

Beschreiben Sie uns die Lage am Telefon, dann besprechen wir das Vorgehen. So wissen Sie vorher, womit Sie rechnen können.

Checkliste: Wasserleitung einfrieren verhindern

Zum Abhaken vor dem Winter:

  1. Aussenhahn absperren und entleeren
  2. Gartenschläuche abnehmen und trocken lagern
  3. Bewässerung und Gartenleitungen entleeren
  4. Kellerfenster, Garagentore und Lüftungsöffnungen schliessen
  5. Rohre in kalten Räumen dämmen
  6. Heizung warten lassen und auch selten genutzte Räume minimal temperieren
  7. Hauptabsperrhahn und Wasserzähler finden und Gängigkeit prüfen
  8. Notrufnummer 071 385 10 10 im Telefon speichern
  9. Bei Abwesenheit: Wasser absperren, Leitungen entleeren, jemanden einweihen
  10. Nach Kältewellen sichtbare Rohre auf Feuchtigkeit prüfen

Albin Service in Ihrer Nähe

Mit sechs Standorten in der Ostschweiz und der Region Zürich sind wir schnell bei Ihnen vor Ort. Rufen Sie den nächsten Standort an oder unsere Hauptnummer 071 385 10 10.

StandortAdresseTelefon
Gossau / Region WilBischofszellerstrasse 24 B, 9200 Gossau SG071 385 10 10
PelagibergTrön 9, 9225 St. Pelagiberg TG071 521 12 73
AmriswilFlorastrasse 2, 8580 Amriswil071 411 10 11
WeinfeldenKamorstrasse 1, 8570 Weinfelden071 622 10 22
Oetwil am SeeKreuzlenstrasse 11, 8618 Oetwil am See044 929 10 10
ZürichLeutschenbachstrasse 95, 8050 Zürich043 543 20 21

Alle Standorte finden Sie auf unserer Seite Standorte.

Häufige Fragen: Wasserleitung einfrieren

Bei welcher Temperatur friert eine Wasserleitung ein?

Wasser gefriert bei null Grad. Ob eine Leitung tatsächlich einfriert, hängt aber von Dauer der Kälte, Lage, Dämmung und Zugluft ab. Eine einzelne frostige Nacht ist meist unkritisch, mehrere Tage unter null können Leitungen in unbeheizten Bereichen gefährden.

Wie verhindere ich, dass meine Wasserleitung einfriert?

Dämmen Sie Rohre in kalten Räumen, entleeren Sie Aussenhähne und Gartenleitungen, schliessen Sie Kellerfenster und heizen Sie auch selten genutzte Räume minimal. Bei Abwesenheit sperren Sie das Wasser ab und entleeren die Leitungen.

Wie taue ich eine eingefrorene Wasserleitung auf?

Öffnen Sie den Hahn und erwärmen Sie das Rohr langsam mit warmer Luft, beginnend an der Hahnseite. Verwenden Sie nie eine offene Flamme oder kochendes Wasser auf Armaturen. Bei versteckten Leitungen oder Unsicherheit rufen Sie eine Fachperson.

Was tun, wenn ein Rohr durch Frost geplatzt ist?

Drehen Sie sofort den Hauptabsperrhahn zu, schalten Sie den Strom nur ab, wenn das gefahrlos möglich ist, dämmen Sie das Wasser ein und rufen Sie den Notdienst unter 071 385 10 10. Dokumentieren Sie den Schaden für die Versicherung.

Soll ich bei Frost einen Wasserhahn tropfen lassen?

Fliessendes Wasser gefriert schwerer als stehendes, deshalb kann ein leicht tropfender Hahn das Risiko senken. Es ersetzt aber keine Dämmung und verbraucht Wasser. Besser ist es, gefährdete Leitungen zu dämmen und Räume minimal zu heizen.

Soll ich die Heizung im Winter bei Abwesenheit ganz ausschalten?

Das ist nicht ratsam. Stellen Sie die Heizung auf eine tiefe Grundtemperatur oder den Frostschutz, damit Leitungen nicht auskühlen. Ist das Haus nicht beheizt, entleeren Sie die Leitungen.

Was kostet es, wenn eine Wasserleitung eingefroren ist?

Die Kosten hängen vom Schaden, von der Zugänglichkeit und vom Aufwand ab. Beschreiben Sie uns die Situation am Telefon, dann besprechen wir das Vorgehen und womit Sie rechnen können.

Zahlt die Versicherung bei einem Frostschaden?

Das hängt von Ihrer Police ab. Prüfen Sie Ihre Gebäude- und gegebenenfalls Hausratversicherung. Mieterinnen und Mieter informieren zuerst die Verwaltung. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos.

Wie finde ich den Hauptabsperrhahn?

Er sitzt meist dort, wo die Wasserleitung ins Haus eintritt, oft im Keller oder im Technikraum, in der Nähe des Wasserzählers. Prüfen Sie vor dem Winter, wo er ist und ob er sich leicht drehen lässt.

Welche Wasserleitungen frieren am ehesten ein?

Am häufigsten betroffen sind Aussenhähne und Gartenleitungen, Leitungen im unbeheizten Keller, in Garage, Estrich und Aussenwänden sowie Leitungen in Ferienhäusern und leerstehenden Räumen.

Kann ich Wasserleitungen selbst dämmen?

Ja, Isolierschalen aus dem Baumarkt lassen sich meist selbst anbringen. Achten Sie darauf, dass keine Lücken bleiben, besonders an Bögen und Verbindungen. Bei schwer zugänglichen Leitungen oder Unsicherheit hilft eine Fachperson.

Woran merke ich, dass ein Rohr durch Frost gerissen ist?

Anzeichen sind Tropfen, feuchte oder verfärbte Stellen an Wand, Decke oder Boden und ein sinkender Wasserdruck. Oft zeigt sich der Schaden erst beim Auftauen. Schliessen Sie in diesem Fall den Hauptabsperrhahn und rufen Sie eine Fachperson.

Ist der Notdienst wirklich rund um die Uhr erreichbar?

Ja. Unseren 24/7 Notdienst erreichen Sie jederzeit unter 071 385 10 10, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.

Leitung eingefroren oder Rohr geplatzt? Wir sind rund um die Uhr für Sie da. Rufen Sie uns an unter 071 385 10 10 oder nutzen Sie unseren Rückrufservice.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Beachten Sie bei der Arbeit an Wasserleitungen und Heizungen stets die Hinweise des Herstellers und schalten Sie bei Unsicherheit eine Fachperson ein.